Über uns

Das Selbstverständnis der AG Rad Eberswalde

Rad zu fahren bedeutet, etwas für die eigene Gesundheit zu tun, Lärmemissionen zu verringern, Ressourcen und – durch einen wesentlich geringeren CO2 – Ausstoß – das Klima zu schonen, sowie eine im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln wesentlich geringere Fläche zu verbrauchen.

Die AG Rad hat es sich vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt, in der Stadt Eberswalde den Radverkehr als gleichberechtigten Baustein eines umfassenden, nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilitätskonzepts zu fördern und somit die Lebensqualität der Stadt weiter zu erhöhen.

Hierbei unterstützt die AG die im Radnutzungskonzept der Stadt Eberswalde formulierten Ziele sowie eine zügige Umsetzung der Maßnahmen. In diesem Sinne versteht sie sich als konstruktiver und kritischer Partner der Stadt und ihrer Bürgerschaft. Und aus dieser Bürgerschaft bezieht sie auch ihre Ideen und Akzente. Daher ist die AG Rad offen für Interessierte und freut sich über gemeinsame Mitwirkung und Weiterentwicklung an den formulierten Zielen und Anliegen.

Die AG will die Stadt Eberswalde bei Entscheidungen zu radpolitischen Themen unterstützen und eigene Ideen aktiv und unter möglichst breiter und partizipativer Mitwirkung der Radfahrenden einbringen und öffentlich diskutiert wissen.

Die AG Rad ist der Meinung, dass die Förderung des Radfahrens aus ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Gründen Vorrang vor der Förderung des motorisierten Individualverkehrs haben sollte und sieht sich primär als Interessenvertreterin der Radfahrenden. Sie akzeptiert jedoch selbstverständlich die Mobilitätsentscheidungen jedes Einzelnen.

Sieben Punkte für ein fahrradfreundliches Eberswalde

Die wichtigsten Schritte, die aus unserer Sicht ein fahrradfreundliches Eberswalde befördern würden, haben wir in einem 7-Punkteplan zusammenfasst:

1. Das vorhandene Radnutzungskonzept der Stadt Eberswalde zügig umsetzen
Am 25.06.2015 haben die Stadtverordneten das Eberswalder Radnutzungskonzept, das unter breiter Beteiligung der Bewohner*innen von einem Planungsbüro erstellt wurde, einstimmig beschlossen. Jetzt brauchen wir einen terminierten Umsetzungsplan, nach dem die enthaltenen Maßnahmen prioritär abgearbeitet werden! Ein durch die Stadt eingesetzter Radverkehrsbeauftragter überprüft die Umsetzung des Radnutzungskonzeptes.
2. Aufenthaltsqualität in Eberswalde durch Verkehrsberuhigung und Förderung des Umweltverbunds erhöhen
Durch die Einrichtung von Tempo-30-Zonen, Spielstraßen, Zebrastreifen, Fahrradstraßen und Fußgängerzonen wird die Aufenthaltsqualität in der Stadt erhöht. Versorgungszentren, Schulen, Kitas, Arbeitsplätze sind gut mit dem Umweltverbund erreichbar, damit sich der Modalsplit zu Gunsten des Umweltverbunds verschiebt (Ziel bis 2025: 70 % Anteil des Umweltverbunds am Modal Split). Auch die Nachbarorte sind durchgängig mit Radwegen an Eberswalde angebunden.
3. Eberswalder*innen für mehr Radverkehr sensibilisieren
Fahrradfahren macht Spaß, ist für jeden erschwinglich, gesundheitsfördernd und trägt dazu bei, die Lebensqualität in der Stadt zu steigern, der Verkehr wird leiser, die Luftqualität besser. Durch gezielte Kampagnen (z.B. Stadtradeln) und Öffentlichkeitsarbeit wird aggressives Verkehrsverhaltens verringert, Fahrradmobilität gefördert und als Teil eines positiven Lebensgefühls beworben.
4. Mehr Komfort für Fahrradfahrer*innen
Neben sicheren Radwegen wird auch der Komfort für Radfahrer*innen erhöht. Hierzu zählen ausreichende und sichere Radabstellanlagen, Fußtritte an den Ampeln, Radaufstellstreifen vor Ampeln und grüne Wellen für Fahrradfahrer*innen.
5. Sicherheit und Wahlfreiheit als Prinzipien eines fahrradfreundlichen Eberswaldes
Grundsätzlich kann sich jede/r Verkehrsteilnehmer*in sicher in einem fahrradfreundlichen Eberswalde fortbewegen. Für den Radverkehr heißt das, dass jeweils der bestmögliche realisierbare Radwegetyp angelegt wird (Protected-Bike-Lane VOR Radstreifen VOR Radschutzstreifen). Sicherheit im Verkehr ist aber immer ein subjektives Gefühl. Unsichere Radfahrende bevorzugen die oben erwähnten Radwegtypen als eigene Rad-Infrastruktur. Andere Radfahrende hingegen fahren im Kraftverkehr mit, um schneller voran zu kommen. Deshalb sollte die Radwegebenutzungspflicht dort aufgehoben werden, wo Sie der Sicherheit des Radverkehrs nicht zuträglich ist.
6. Beteiligung
Akzeptanz braucht Beteiligung! Maßnahmen wie z.B. eine städtische Radkonferenz, Verkehrsschauen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und Einladungen zu Treffen mit Radverkehrsbezug erhöhen die Beteiligung und Akzeptanz innerhalb einer fahrradfreundlichen Stadt.
7. Finanzierung für ein fahrradfreundliches Eberswalde bereitstellen
Das Budget für die Sanierung besonders schlechter Radwege wird auf 200.000 € pro Jahr erhöht. Zusätzlich werden 12 € pro Einwohner in neue Radinfrastruktur investiert (Empfehlung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 für Vorreiterkommunen).


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