Aktuelle Informationen

Sattelfest am 7. April 2018

Sattelfest Bild Lastenräder sehen nicht nur lustig aus – sie sind auch unheimlich praktisch. Das hat die Gemüsetransport des Klimaschutzprojekts „Transition Thrive – Wachstumbsschub für Klimaschutz von unten“ und der Projektwerkstatt „Commons“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) im Januar gezeigt, als mithilfe von Lastenrädern viele große Kisten Gemüse für den „Machbarschaftstag“ durch die Stadt transportiert werden konnten – ganz ohne Auto.

Ziel des Projekts „Transition Thrive“ ist es nun, das Lastenrad als Transportmittel in der Stadt bekannter zu machen: Schließlich sollten möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, es nutzen und, zumindest bei kleineren Transporten, auf ein Auto verzichten zu können. Was sich alles mit Lastenrädern transportieren lässt, wie es sich anfühlt, eines zu fahren und welche Möglichkeiten es in Eberswalde gibt, solche Räder auszuleihen oder gar selbst zu bauen – das können Interessierte am Samstag, 7. April 2018 erfahren. Von 12:00 bis 15:00 Uhr veranstaltet „Transition Thrive“ das „Sattelfest“ mit einem bunten Programm: Auf dem Marktplatz und im Park am Weidendamm können Lastenräder ausprobiert und im Parcours gefahren werden, verschiedene Initiativen zum Thema Radfahren in Eberswalde stellen sich vor und auch einige weitere „exotische“ Fahrradmodelle werden präsentiert. Hungrige können sich zwischendurch am Foodbike der Quiche- und Tartebäckerei „Kobamugasmus“ stärken. Ob Kinder, Familien, Jugendliche, Alleinstehende, Senioren oder Studierende – alle sind herzlich willkommen!

Samstag, 7. April 2018
12:00 – 15:00 Uhr
Marktplatz Eberswalde / Park am Weidendamm

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Nächste Sitzung AG Rad Eberswalde

Lust darauf, die mobile Zukunft in Eberswalde mitzugestalten?
Die nächste Sitzung der AG Rad findet am Dienstag, 20. März 2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr statt. Diesmal ist die AG Rad bei Büro B90/Grüne, zu Gast – die Sitzung findet in der Friedrich-Ebert-Str. 2 statt.
Mitgestalter*innen sind herzlich willkommen!

Sei Teil der neuen Frauenradgruppe in Eberswalde! Be part of the new women’s cycle group in Eberswalde!

Biking women, picture by Cuncon at Pixabay

Please note English Version below

Magda möchte eine neue Frauenradgruppe in unserer Stadt begründen, wo Frauen mit vielfältigen Hintergründen und aus vielen Ländern sich treffen und kennenlernen können, indem sie gemeinsam Radfahren, ihre Fahrräder reparieren lernen und ihre Gegend mit dem Fahrrad erkunden. Wenn Du mitmachen möchtest, melde Dich bitte bei ihr. Frauen aller Altersgruppen, Nationalitäten und mit allen Fertigkeiten sind willkommen, auch Geflüchtete und Migrantinnen!

Um mehr zu erfahren, wende Dich bitte an Magda: Du findest den Kontakt im Flyer (PDF) unten.

Go Radeln Eberswalde_leaflet German

English Version:

Magda is setting up a new women’s cycle group in our town, where women from diverse backgrounds and countries can meet and get to know each other by riding bikes together, learning to repair them and exploring their local area by bike. If you’d like to get involved, please get in touch. Women of all abilities, ages and nationalities are welcome, including refugees and migrants!

To find out more, please contact Magda: You’ll find the contact in the leaflet (PDF) below.

Cycle Eberswalde_leaflet

Schutzstreifen überfahren verboten?

Immer wieder werden wir mit der Behauptung konfrontiert, es sei nicht erlaubt, Fahrrad- Schutzstreifen zu überfahren. Dieser Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander- dazu schauen wir in den Gesetzestext:

Zunächst muss man dazu wissen, dass Schutzstreifen zu den so genannten Richtzeichen gehören, geregelt in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) unter § 42 Richtzeichen:

(1) Richtzeichen geben besondere Hinweise zur Erleichterung des Verkehrs. Sie können auch Ge- oder Verbote enthalten.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat die durch Richtzeichen nach Anlage 3 angeordneten Ge- oder Verbote zu befolgen.
(3) Richtzeichen stehen vorbehaltlich des Satzes 2 dort, wo oder von wo an die Anordnung zu befolgen ist. Soweit die Zeichen aus Gründen der Leichtigkeit oder der Sicherheit des Verkehrs in einer bestimmten Entfernung zum Beginn der Befolgungspflicht stehen, ist die Entfernung zu dem maßgeblichen Ort auf einem Zusatzzeichen angegeben.

Quelle: Portal des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

Richtzeichen werden in der Anlage 3 zu § 42 Absatz 2 der StVO zusammen mit den zu befolgenden Ge- oder Verboten aufgeführt. Zu den Richtzeichen gehört unter anderem auch die Leitlinie (siehe Bild).

Leitlinie: Zeichen 340 von Andreas 06 [CC0, Public domain], via Wikimedia Commons, aus der StVO von 1970
Im Abschnitt 8 „Markierungen“ wird zu den Leitlinien (Zeichen 340) folgendes aufgeführt:

Ge- oder Verbot

1. Wer ein Fahrzeug führt, darf Leitlinien nicht überfahren, wenn dadurch der Verkehr gefährdet wird.
2. Wer ein Fahrzeug führt, darf auf der Fahrbahn durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden.
3. Wer ein Fahrzeug führt, darf auf durch Leitlinien markierten Schutzstreifen für den Radverkehr nicht parken.

Erläuterung:
Der Schutzstreifen für den Radverkehr ist in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild „Radverkehr“ auf der Fahrbahn gekennzeichnet.

Weil immer wieder darüber diskutiert wird, ist hier für Kraftfahrzeugführer*innen der zweite Satz von Bedeutung. Hieraus geht ganz klar hervor, dass das Überfahren nicht verboten ist, sondern „bei Bedarf überfahren“ werden kann. Welcher Bedarf eine Rolle spielt, ist allerdings nicht näher ausgeführt.

In der Praxis wird diese Sichtweise spätestens dann geklärt, wenn darüber an amtlicher Stelle gestritten wird. Daher ist es sinnvoll, sich Gerichtsurteile anzuschauen, die sich mit der Auslegung der Gesetzestexte befassen – dazu ein Gerichtsurteil des Amtsgerichts Berlin-Mitte vom 14.11.2011 (AZ 108 C 3467/10):

Hier war der Fall einer Verkehrsunfallhaftung zu verhandeln: Die Kollision zwischen einem vorfahrtsberechtigten, den Schutzstreifen für Radfahrer befahrenden PKW mit einem aus einer Querstraße kommenden PKW.

Das Gerichtsurteil lässt sich wie folgt zusammenfassen:  Nutzt ein Fahrzeugführer den auf der Fahrbahn befindlichen Schutzstreifen für Radfahrer, um an den verkehrsbedingt haltenden Verkehrsteilnehmern zum Erreichen einer Rechtsabbiegerspur vorbeizufahren, so handelt er nicht verkehrswidrig, wenn keine Radfahrer dabei gefährdet werden. Denn der Schutzstreifen für Radfahrer ist ein normaler Bestandteil der Fahrbahn und nimmt für sich die gleiche Geltung in Anspruch wie der Rest der Fahrbahn. – Kollidiert der den Schutzstreifen für Radfahrer nutzende vorfahrtsberechtigte Fahrzeugführer mit einem aus einer Querstraße kommenden Kraftfahrzeug, so haftet der querende Fahrzeugführer wegen Missachtung der Vorfahrt zu 100 %.

Quelle: https://www.verkehrslexikon.de/Texte/Rspr7411.php

Zusammenfassung:

  • § 42 StVO regelt zusammen mit der Anlage 3 zu § 42 Absatz 2, Abschnitt 8 das Überfahren von Schutzstreifen.
  • Der Schutzstreifen gilt rechtlich gesehen als normaler Bestandteil der Fahrbahn
  • Schutzstreifen können bei Bedarf überfahren werden, solange dadurch der Radverkehr nicht gefährdet wird.

 

Aktion Gemüsetransport: Mit dem Lastenfahrrad durch Eberswalde

Gemüsetransport 12. Januar 2018 (c) Christoff GäblerFoto: Christoff Gäbler

Ein grauer Januarfreitag war es, an dem wir uns verabredet hatten, das Gemüse für den bevorstehenden „Machbarschaftstag“ zum Vorschnippeln in die Hebewerk-Räume im Brandenburgischen Viertel zu bringen. Wir hätten es bequemer haben können: Auto organisieren, Kofferraum vollpacken und zack, in zehn Minuten hätten wir da sein können. Hätte hätte Fahrradkette… wir hatten es uns anders überlegt. Schließlich lautete eines der Hauptthemen des „Machbarschaftstags“: klimafreundliche Mobilität. Was spräche also dagegen, für den Gemüsetransport das Fahrrad zu nehmen?
Weiterlesen „Aktion Gemüsetransport: Mit dem Lastenfahrrad durch Eberswalde“

Nächste Sitzung AG Rad Eberswalde

Lust darauf, die mobile Zukunft in Eberswalde mitzugestalten?
Die nächste Sitzung der AG Rad findet am Dienstag, 6. Februar 2018 von 18:00 bis 21:00 Uhr statt. Diesmal ist die AG Rad bei der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde zu Gast: die Sitzung findet am Stadtcampus, im Sitzungszimmer Haus 6 (gelbes Haus), Raum 202 statt.
Mitgestalter*innen sind herzlich willkommen!

Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Erst kurz da, aber schon ganz gut zu tun. So könnte man das Jahr 2017 für die AG Rad Eberswalde zusammenfassen. Kennengelernt und Gleichgesinnte gefunden haben sich die Rad-Aktiven auf der critical mass, die seit dem Jahr 2017 regelmäßig durch Eberswalde tourt.

Critical Mass Eisenbahnstraße
Critical Mass Eisenbahnstraße
Zusammen in Richtung Bahnhof
Zusammen in Richtung Bahnhof

Konkreter wurde die Idee eines regelmäßigen Treffens Interessierter dann nicht zuletzt mit der Fahrraddemo am 16.6. Hier haben wir Teilnehmer und Teilnehmerinnen angesprochen, ob man nicht zusammen was machen will. Ziel und alles weitere noch sehr diffus. So setzten wir uns das erste mal am 19. Juli zusammen und waren – so ist es ja oft am Anfang – erst einmal mit uns selbst und einer Art Selbstverständnis beschäftigt. Wer sind wir? Wo wollen wir hin? Und: wo auch lieber nicht? Das hieß: diskutieren, diskutieren, diskutieren.

Raddemo am 16.6.2017 Eberswalde
Raddemo am 16.6.2017 Eberswalde

Wir kamen auf die Idee, dieses Selbstverständnis zu verschriftlichen. Offen genug, damit sich möglichst viele Interessierte dahinter versammeln können. Aber dennoch möglichst konkret. Stichwort Quadratur des Kreises. Das hieß für uns dann schreiben, lesen und korrigieren von Version 0.7 bis 1.0. Und dann Version 1.10_final. Dem folgte dann noch 1.10_final_final. Ein langwieriger Prozess, an dessen Ende wir uns aber selbst ein nun ausformuliertes Selbstverständnis erarbeitet haben.

Zwischendurch organisierten wir auch noch einen Stand auf dem wundervollen Ruhlaer Straßenfest im September und führten dort nicht nur nette Gespräche und gute Diskussionen, sondern auch eine kleine Umfrage durch.

Heiße Diskussionen führten wir im ganzen Jahr um die Herstellung des Schutzstreifens in der Heegermühler Straße. Unter anderem dies nahm die AG Rad zum Anlass sich auf dem Eberswalder Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt am 5. Dezember vorzustellen.

Und was bringt 2018?

Auch im Neuen Jahr wollen wir uns für Verbesserungen für Radfahrende in Eberswalde einsetzen. Und wir freuen uns über Mitstreiterinnen und Mitstreiter dabei!

Wer für eine bessere Situation für Fahrradfahrende etwas tun will, kann sich gerne daher sehr gerne bei uns unter ag-rad-eberswalde@posteo.de melden. Auch auf Facebook kann man uns folgen und so z.B. Informationen erhalten oder über Termine informiert werden.

Wir wünschen Euch, Ihnen und uns für den Radverkehr ein gutes Jahr 2018!

Euer Team der AG Rad Eberswalde

Radweg, Radstreifen, Schutzstreifen?

Viele Menschen können mit den unterschiedlichen Begriffen für Radverkehrsanlagen nicht allzuviel anfangen; daher hier eine kleine Exkursion in die Welt der Straßenverkehrsordnung:
– Zu den Radverkehrsanlagen gehören benutzungspflichtige Radwege wie Radwege und Radfahrstreifen, aber auch Radwege ohne Benutzungspflicht und Schutzstreifen sowie Fahrradstraßen. Relativ neu sind so genannte geschützte Radspuren (Protected Bike Lanes), Radfahrstreifen , die baulich aber von der Spur der Automobilisten getrennt sind. Bauliche Dinge wie die Mindestbreite regelt dabei die  Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung.

Gründung der AG Rad

Am 5. Dezember 2017 hat sich die Arbeitsgemeinschaft Rad Eberswalde im städtischen Ausschuss für Bau, Planen und Umwelt vorgestellt. Die AG Rad ist eine lose
organisierte Interessengemeinschaft und arbeitet an konkreten fahrradpolitischen Themen. Aktuell wirken etwa 15 Personen aktiv in der AG Rad mit.

Um die Interessen der Radfahrenden in Eberswalde zu stärken, hat sich nach mehreren vorbereitenden Treffen die AG Rad Eberswalde gegründet.
Die AG Rad Eberswalde versteht sich als konstruktiver und kritischer Partner der Stadt und ihrer Bürgerschaft. Aus dieser Bürgerschaft bezieht sie ihre Ideen und Akzente. Daher ist die AG offen für Interessierte und freut sich über gemeinsame Mitwirkung und Weiterentwicklung des Radverkehrs in der Stadt.