Aktuelle Informationen

Die AG Rad macht mit!

Auch 2019 ist die AG Rad aktiv. Auf den folgenden Veranstaltungen werden wir dabei sein und aktiv mitgestalten:

  • Forum Mobil in Eberswalde, am Montag, 11.03., 18:00 Uhr im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio.
  • Sattelfest am Samstag, 30.03., 12:00-16:00 Uhr, Marktplatz/Park am Weidendamm.
  • Frühjahrsputz am Samstag, 13.04.
  • FinE am Samstag, 15.06.
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Mitnutzung von Busstreifen durch Radfahrende

Die Stadtfraktion der Linken hat vorgeschlagen, auf der Heegermühler Straße zwischen Boldt- und Spechthausener Straße eine Fahrbahn als dauerhafte Busspur einzurichten, die von den Radfahrerenden mitgenutzt werden darf. Die Bürgerfraktion Eberswalde hat sich dazu ausgesprochen, auch die Heegermühler Straße in dem Bereich einzubeziehen, auf der jetzt schon Schutzstreifen für Radfahrer vorhanden sind.
Die AG Rad Eberswalde positioniert sich zur Diskussion um die Mitnutzung von Busstreifen durch Radfahrende wie folgt:
Die AG Rad hat einen 7-Punkte-Plan erstellt. Darin führen wir zum Thema Sicherheit aus, dass bie der Realisierung neuer Radwege immer der jeweils bestmögliche realisierbare Radwegetyp angelegt werden soll. Das sicherste ist aus unserer Sicht eine aufgemalte Pufferzone mit einer baulichen Barriere und damit eine vom übrigen Verkehr abgetrennte Radspur mit ausreichender Breite (Protected Bike Lane, deutsch: Geschützte Radfahrstreifen). Den nächsthöchsten Standard sehen wir in Radstreifen, gefolgt von Radschutzstreifen.  Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass auf der Heegermühler Straße ausreichend Platz für getrennte Infrastrukturen ist. Wo sonst gibt es eine breitere Straße in der Stadt? Daher ist für uns die Mitbenutzung von Busstreifen für Radfahrende keine Option. Grundsätzlich hohe Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rad und Bus bei Überholvorgängen, die aufgrund der Bus-Halte an den Stationen programmiert sind, sind ein dauernder Herd der Gefahr zu Lasten der Radfahrenden. Wir sprechen uns daher gegen die Mitnutzung von Busstreifen durch Radfahrende aus. „Zu gefährlich, wieder ist das Rad nur ein gedachtes Anhängsel zu den restlichen Verkehrsmitteln. Danke Nein!“

Bürgerbegehren als unzulässig festgestellt

Die AG Rad Eberswalde nimmt zur Feststellung der Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens zur Wiederherstellung der bis Herbst 2016 geltenden Verkehrsführung auf der Heegermühler Straße wie folgt Stellung:
Die AG Rad Eberswalde ist erleichtert darüber, dass von der Kommunalaufsicht des Landkreises Barnim das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« als unzulässig erklärt worden ist. Damit wurde die – auch gegenüber der Bürgerinitiative häufig geäußerte – Rechtsauffassung der AG Rad Eberswalde, dass der Bürgerentscheid nur dann stattfinden kann, wenn es sich in der Frage um eine Gemeindeangelegenheit handelt, voll bestätigt.
Der debattierte Streckenabschnitt zwischen Drehnitzstraße und Boldtstraße liegt auf der Bundesstraße 167 und fällt damit in die Zuständigkeit des Bundes.
Wir hoffen, dass wir nunmehr wieder in die sachliche Debatte um die Gestaltung der zukünftigen Mobilität Eberswaldes eintreten  können.
Mit der gegenwärtigen Verkehrskonzeption mit einer Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs kann eine Energie- und Klimawende nicht gelingen. Eine Förderung des Fuß- und Radverkehrs wie ein Ausbau des ÖPNV wie auch von Car-Sharing-Konzepten werden signifikant dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität in Eberswalde zu verbessern.
Dafür muss für Busse, Radfahrer und Fußgänger mehr Platz und Sicherheit geschaffen werden, es braucht aber insgesamt auch einen  Mentalitätswandel hin zu einer neuen Mobilitätskultur. Die AG Rad begrüßt daher die von der Stadt Eberswalde initiierte Diskussion zum Mobilitätsplan 2030+. Sie nimmt aktiv an den Bürgerwerkstätten teil und ruft die Bürger der Stadt dazu auf, sich ebenfalls in den politischen Prozess zur Gestaltung der Mobilität in Eberswalde einzubringen.

AG Rad bei den Tagen der Sichtbarkeit

Vom 6. bis zum 8. November fanden in Eberswalde die vom Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg initiierten „Tage der Sichtbarkeit“ statt. Am 8.11. beteiligten sich auch die AG Rad, zusammen mit dem ADFC Eberswalde, dem VCD Barnim an der landesweit stattfindenden Aktion. Während das Repair-Café des Hebewerk e.V. und die studentische Fahrradselbsthilfewerkstatt vor Ort kleinere Reparaturen sofort durchführten, sprachen wir zu Fuß Gehende und Radfahrende an, um auf die mangelnde Sichtbarkeit bei Dämmerung und Dunkelheit hinzuweisen. Radfahrende wurden auf die richtige Beleuchtung am Fahrrad hingewiesen. Neben Informationen zum Thema erhielten Passanten und Radfahrende reflektierende Materialien, wie Sicherheitswesten, Schnappbänder, Zugbeutel oder Taschenanhänger, um für Kraftfahrer bei Dunkelheit deutlich früher erkennbar zu sein.

Give-Aways als Belohnung: In der dunklen Jahreszeit sind funktionierende Lichter und reflektierende Ausrüstung besonders wichtig.

Termine im Oktober und November 2018

Die AG Rad ist auch im Herbst aktiv – hier die nächsten Termine:

  • 17.10.2018: Runder Tisch Geh- und Radwege- Sanierung
  • 08.11.2018: Tage der Sichtbarkeit (ab 17:00 Uhr, am Bahnhof)
  •  13.11. 2018: Auftakt Bürgerforum : „Mobil in Eberswalde“ – Mobilitätsplan 2030+ (ab 18:00 Uhr, im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13)

    Hier sind alle Bürger*innen Eberswaldes aufgerufen, mitzumachen!
    unter der Fragestellung „Was bewegt uns und wie wollen wir die Mobilität in Eberswalde gestalten?“ können Sie sich aktiv an der Erstellung des „Mobilitätsplanes 2030+“ beteiligen!
    Auf der Grundlage des Verkehrsangebots (Fuß, Fahrrad, öffentlicher Verkehr, Kfz-Verkehr), der Raumstrukturdaten (Einwohner, Arbeitsplätze, Verkaufsflächen, …) sowie des Verkehrsverhaltens (Anzahl der Wege pro Einwohner, Modal-Split) wird die Verkehrsnachfrage analysiert.

  • 15.11.2018: Nächstes Treffen der AG Rad (ab 18:30 Uhr, in der Thinkfarm, Puschkinstraße 15 (angefragt))






Sicherheitsaudit für die Heegermühler Straße befürwortet die Beibehaltung der Radschutzstreifen

Auf der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt (ABPU) der Stadt Eberswalde  am 09. Oktober 2018 wurden von Herrn Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt, StaadtPlan Ingenieur GmbH, die Ergebnisse des vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg in Auftrag gegebenen Sicherheitsaudits vorgestellt.

Darin werden die „Führung auf der Fahrbahn mit Schutzstreifen oder Radfahrstreifen als richtiger Lösungsansatz bestätigt“, jeweils „ein durchgehender Fahrstreifen pro Richtung für den Kfz‐Verkehr mit einer gleichbleibenden Breite von 5,00 m“, sowie „durchgehende Schutzstreifen (oder Radfahrstreifen) mit einer Mindestbreite von 2,00 m zuzüglich 0,75 m breitem Sicherheitstrennstreifen neben parkenden Kfz“ empfohlen.
Zusätzlich wird empfohlen, den Radverkehr am Knotenpunkt Kupferhammerweg in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf die Fahrbahn zu überleiten. Auch die geplanten Maßnahmen am Knotenpunkt Boldtstraße werden bestätigt.

Die Empfehlungen beruhen auf den Regelwerken wie den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06), sowie den Empfehlungen für die Anlage von Radverkehrsanlagen (ERA), und auf Verkehrszählungen und dem Unfallgeschehen vor und nach Etablierung der Schutzstreifen auf der Heegermühler Straße sowie der Begutachtung vor Ort.

Insgesamt konnte ein Rückgang von Unfällen mit Beteiligung  Radfahrender, aber auch eine Häufung der Unfälle an der Ampelanlage „Westend‐Center“ – allerdings ohne Beteiligung von Radfahrern – festgestellt werden, so dass Schutzstreifen als Ursache ausgeschlossen werden können.

Um der Unfallhäufung am Westend‐Center zu begegnen, wird die Festzeitsteuerung der Ampel für Kfz- Verkehr und Fußgängerschutzanlage möglichst in der Form einer „Grünen Welle“ für Kraftfahrzeuge, empfohlen.

Marco Jürgen, Dezernatsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, führte im ABPU aus, dass die Verlängerung der Schutzstreifen beabsichtigt sei, zunächst jedoch die gesamte Fahrbahndecke saniert werden solle. Ein Beginn der Arbeiten ist nicht vor dem Frühjahr 2020 zu erwarten, was wohl dem andauernden Personalmangel im Landesbetrieb zuzuschreiben ist.

Hierzu machte die AG Rad in der Einwohnerfragestunde des ABPU auch noch einmal deutlich, dass die bisherigen Radschutzstreifen als eine Teilstrecke innerhalb des gesamten Radweges betrachtet werden müssen und hofft, dass die Arbeiten an der Verlängerung und Einbindung der Kotenpunkte doch noch beschleunigt werden können.






• Querung der Heegermühler Straße in einem Zug ohne Halt auf der Mittelinsel ermöglichen ‐ geteilte Furten vermeiden,
• Grünpfeil‐Schilder sollten entfallen,
• zusätzliche Querungshilfe in Höhe Heegermühler Straße 53/45 („Freßnapf“) herstellen.






    Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt der Stadt Eberswalde am 09. Oktober 2018
    StaadtPlan Ingenieur GmbH, Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt im Auftrag des Landesbetrieb Straßenwesen

    AG Rad nimmt am Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung 2018 teil

    Die AG Rad ist von der Stadt Eberswalde eingeladen worden, am Runden Tisch Geh- und Radwegesanierung teilzunehmen.
    Die derzeitige Haushaltslage sieht nur begrenzte Mittel für die Geh- und Radwegesanierung vor, die einem hohen Sanierungsbedarf gegenübersteht. Für das Stadtgebiet wurden daher alle erforderlichen Sanierungsmaßnahmen auf einer Liste zusammengefasst und sollen nun nach Kriterien wie „Zustand“, „Wichtigkeit der Straße“, „Verkehrsaufkommen“ und weiteren gewichtet werden. Die Liste umfasst auch Maßnahmen, die aus dem Vorjahr stammen und noch nicht realisiert wurden.
    Die AG Rad wird ihre Reihung aus der Sicht der Radfahrenden am Runden Tisch einbringen und nimmt die Einladung zum Anlass, eine wesentliche Erhöhung der Mittel auf 12 € pro Einwohner für Investitionen in neue Radinfrastruktur zu fordern, wie sie auch im Nationaler Radverkehrsplan 2020 empfohlen werden.





    AG auf der Landesfahrradkonferenz

    Am 06.06.2018 findet die Fachkonferenz „FahrRad in Brandenburg“ mit dem Leitsatz „Kommunikation und Information als Beitrag zur Steuerung des Mobilitätsverhaltens“ in Eberswalde statt. Die AG Rad ist mit von der Partie. Dabei will die AG Rad nicht nur Input liefern, sondern auch in die Diskussion mit den Beteiligten kommen. Dazu wird dei AG Rad im Themenblock „Vernetzung und Zusammenarbeit“ über die bürgerschaftliche Initiative und ihr Beitrag zur Gestaltung einer fahrradfreundlichen Stadt referieren. Am gemeinschaftlichen Stand mit dem TransitionThrive- Projekt, das unter anderem mehr Lastenräder in die Stadt bringen will, sowie mit dem ADFC, dessen Regionalgruppe sich am Tag vorher gründen will, wird die Vernetzung zu unterschiedlichen Partnern mit dem gleichen Ziel, Eberswalde fahrradfreundlicher zu machen gelebt.

    Sattelfest am 7. April 2018

    Sattelfest Bild Lastenräder sehen nicht nur lustig aus – sie sind auch unheimlich praktisch. Das hat die Gemüsetransport des Klimaschutzprojekts „Transition Thrive – Wachstumbsschub für Klimaschutz von unten“ und der Projektwerkstatt „Commons“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) im Januar gezeigt, als mithilfe von Lastenrädern viele große Kisten Gemüse für den „Machbarschaftstag“ durch die Stadt transportiert werden konnten – ganz ohne Auto.

    Ziel des Projekts „Transition Thrive“ ist es nun, das Lastenrad als Transportmittel in der Stadt bekannter zu machen: Schließlich sollten möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, es nutzen und, zumindest bei kleineren Transporten, auf ein Auto verzichten zu können. Was sich alles mit Lastenrädern transportieren lässt, wie es sich anfühlt, eines zu fahren und welche Möglichkeiten es in Eberswalde gibt, solche Räder auszuleihen oder gar selbst zu bauen – das können Interessierte am Samstag, 7. April 2018 erfahren. Von 12:00 bis 15:00 Uhr veranstaltet „Transition Thrive“ das „Sattelfest“ mit einem bunten Programm: Auf dem Marktplatz und im Park am Weidendamm können Lastenräder ausprobiert und im Parcours gefahren werden, verschiedene Initiativen zum Thema Radfahren in Eberswalde stellen sich vor und auch einige weitere „exotische“ Fahrradmodelle werden präsentiert. Hungrige können sich zwischendurch am Foodbike der Quiche- und Tartebäckerei „Kobamugasmus“ stärken. Ob Kinder, Familien, Jugendliche, Alleinstehende, Senioren oder Studierende – alle sind herzlich willkommen!

    Samstag, 7. April 2018
    12:00 – 15:00 Uhr
    Marktplatz Eberswalde / Park am Weidendamm

    Nächste Sitzung AG Rad Eberswalde

    Lust darauf, die mobile Zukunft in Eberswalde mitzugestalten?
    Die nächste Sitzung der AG Rad findet am Dienstag, 20. März 2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr statt. Diesmal ist die AG Rad bei Büro B90/Grüne, zu Gast – die Sitzung findet in der Friedrich-Ebert-Str. 2 statt.
    Mitgestalter*innen sind herzlich willkommen!