Aktuelle Informationen

Termine im Oktober und November 2018

Die AG Rad ist auch im Herbst aktiv – hier die nächsten Termine:

  • 17.10.2018: Runder Tisch Geh- und Radwege- Sanierung
  • 08.11.2018: Tage der Sichtbarkeit (ab 17:00 Uhr, am Bahnhof)
  •  13.11. 2018: Auftakt Bürgerforum : „Mobil in Eberswalde“ – Mobilitätsplan 2030+ (ab 18:00 Uhr, im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13)

    Hier sind alle Bürger*innen Eberswaldes aufgerufen, mitzumachen!
    unter der Fragestellung „Was bewegt uns und wie wollen wir die Mobilität in Eberswalde gestalten?“ können Sie sich aktiv an der Erstellung des „Mobilitätsplanes 2030+“ beteiligen!
    Auf der Grundlage des Verkehrsangebots (Fuß, Fahrrad, öffentlicher Verkehr, Kfz-Verkehr), der Raumstrukturdaten (Einwohner, Arbeitsplätze, Verkaufsflächen, …) sowie des Verkehrsverhaltens (Anzahl der Wege pro Einwohner, Modal-Split) wird die Verkehrsnachfrage analysiert.

  • 15.11.2018: Nächstes Treffen der AG Rad (ab 18:30 Uhr, in der Thinkfarm, Puschkinstraße 15 (angefragt))






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Sicherheitsaudit für die Heegermühler Straße befürwortet die Beibehaltung der Radschutzstreifen

Auf der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt (ABPU) der Stadt Eberswalde  am 09. Oktober 2018 wurden von Herrn Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt, StaadtPlan Ingenieur GmbH, die Ergebnisse des vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg in Auftrag gegebenen Sicherheitsaudits vorgestellt.

Darin werden die „Führung auf der Fahrbahn mit Schutzstreifen oder Radfahrstreifen als richtiger Lösungsansatz bestätigt“, jeweils „ein durchgehender Fahrstreifen pro Richtung für den Kfz‐Verkehr mit einer gleichbleibenden Breite von 5,00 m“, sowie „durchgehende Schutzstreifen (oder Radfahrstreifen) mit einer Mindestbreite von 2,00 m zuzüglich 0,75 m breitem Sicherheitstrennstreifen neben parkenden Kfz“ empfohlen.
Zusätzlich wird empfohlen, den Radverkehr am Knotenpunkt Kupferhammerweg in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf die Fahrbahn zu überleiten. Auch die geplanten Maßnahmen am Knotenpunkt Boldtstraße werden bestätigt.

Die Empfehlungen beruhen auf den Regelwerken wie den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06), sowie den Empfehlungen für die Anlage von Radverkehrsanlagen (ERA), und auf Verkehrszählungen und dem Unfallgeschehen vor und nach Etablierung der Schutzstreifen auf der Heegermühler Straße sowie der Begutachtung vor Ort.

Insgesamt konnte ein Rückgang von Unfällen mit Beteiligung  Radfahrender, aber auch eine Häufung der Unfälle an der Ampelanlage „Westend‐Center“ – allerdings ohne Beteiligung von Radfahrern – festgestellt werden, so dass Schutzstreifen als Ursache ausgeschlossen werden können.

Um der Unfallhäufung am Westend‐Center zu begegnen, wird die Festzeitsteuerung der Ampel für Kfz- Verkehr und Fußgängerschutzanlage möglichst in der Form einer „Grünen Welle“ für Kraftfahrzeuge, empfohlen.

Marco Jürgen, Dezernatsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, führte im ABPU aus, dass die Verlängerung der Schutzstreifen beabsichtigt sei, zunächst jedoch die gesamte Fahrbahndecke saniert werden solle. Ein Beginn der Arbeiten ist nicht vor dem Frühjahr 2020 zu erwarten, was wohl dem andauernden Personalmangel im Landesbetrieb zuzuschreiben ist.

Hierzu machte die AG Rad in der Einwohnerfragestunde des ABPU auch noch einmal deutlich, dass die bisherigen Radschutzstreifen als eine Teilstrecke innerhalb des gesamten Radweges betrachtet werden müssen und hofft, dass die Arbeiten an der Verlängerung und Einbindung der Kotenpunkte doch noch beschleunigt werden können.






• Querung der Heegermühler Straße in einem Zug ohne Halt auf der Mittelinsel ermöglichen ‐ geteilte Furten vermeiden,
• Grünpfeil‐Schilder sollten entfallen,
• zusätzliche Querungshilfe in Höhe Heegermühler Straße 53/45 („Freßnapf“) herstellen.






    Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt der Stadt Eberswalde am 09. Oktober 2018
    StaadtPlan Ingenieur GmbH, Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt im Auftrag des Landesbetrieb Straßenwesen

    AG Rad nimmt am Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung 2018 teil

    Die AG Rad ist von der Stadt Eberswalde eingeladen worden, am Runden Tisch Geh- und Radwegesanierung teilzunehmen.
    Die derzeitige Haushaltslage sieht nur begrenzte Mittel für die Geh- und Radwegesanierung vor, die einem hohen Sanierungsbedarf gegenübersteht. Für das Stadtgebiet wurden daher alle erforderlichen Sanierungsmaßnahmen auf einer Liste zusammengefasst und sollen nun nach Kriterien wie „Zustand“, „Wichtigkeit der Straße“, „Verkehrsaufkommen“ und weiteren gewichtet werden. Die Liste umfasst auch Maßnahmen, die aus dem Vorjahr stammen und noch nicht realisiert wurden.
    Die AG Rad wird ihre Reihung aus der Sicht der Radfahrenden am Runden Tisch einbringen und nimmt die Einladung zum Anlass, eine wesentliche Erhöhung der Mittel auf 12 € pro Einwohner für Investitionen in neue Radinfrastruktur zu fordern, wie sie auch im Nationaler Radverkehrsplan 2020 empfohlen werden.





    AG auf der Landesfahrradkonferenz

    Am 06.06.2018 findet die Fachkonferenz „FahrRad in Brandenburg“ mit dem Leitsatz „Kommunikation und Information als Beitrag zur Steuerung des Mobilitätsverhaltens“ in Eberswalde statt. Die AG Rad ist mit von der Partie. Dabei will die AG Rad nicht nur Input liefern, sondern auch in die Diskussion mit den Beteiligten kommen. Dazu wird dei AG Rad im Themenblock „Vernetzung und Zusammenarbeit“ über die bürgerschaftliche Initiative und ihr Beitrag zur Gestaltung einer fahrradfreundlichen Stadt referieren. Am gemeinschaftlichen Stand mit dem TransitionThrive- Projekt, das unter anderem mehr Lastenräder in die Stadt bringen will, sowie mit dem ADFC, dessen Regionalgruppe sich am Tag vorher gründen will, wird die Vernetzung zu unterschiedlichen Partnern mit dem gleichen Ziel, Eberswalde fahrradfreundlicher zu machen gelebt.

    Sattelfest am 7. April 2018

    Sattelfest Bild Lastenräder sehen nicht nur lustig aus – sie sind auch unheimlich praktisch. Das hat die Gemüsetransport des Klimaschutzprojekts „Transition Thrive – Wachstumbsschub für Klimaschutz von unten“ und der Projektwerkstatt „Commons“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) im Januar gezeigt, als mithilfe von Lastenrädern viele große Kisten Gemüse für den „Machbarschaftstag“ durch die Stadt transportiert werden konnten – ganz ohne Auto.

    Ziel des Projekts „Transition Thrive“ ist es nun, das Lastenrad als Transportmittel in der Stadt bekannter zu machen: Schließlich sollten möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, es nutzen und, zumindest bei kleineren Transporten, auf ein Auto verzichten zu können. Was sich alles mit Lastenrädern transportieren lässt, wie es sich anfühlt, eines zu fahren und welche Möglichkeiten es in Eberswalde gibt, solche Räder auszuleihen oder gar selbst zu bauen – das können Interessierte am Samstag, 7. April 2018 erfahren. Von 12:00 bis 15:00 Uhr veranstaltet „Transition Thrive“ das „Sattelfest“ mit einem bunten Programm: Auf dem Marktplatz und im Park am Weidendamm können Lastenräder ausprobiert und im Parcours gefahren werden, verschiedene Initiativen zum Thema Radfahren in Eberswalde stellen sich vor und auch einige weitere „exotische“ Fahrradmodelle werden präsentiert. Hungrige können sich zwischendurch am Foodbike der Quiche- und Tartebäckerei „Kobamugasmus“ stärken. Ob Kinder, Familien, Jugendliche, Alleinstehende, Senioren oder Studierende – alle sind herzlich willkommen!

    Samstag, 7. April 2018
    12:00 – 15:00 Uhr
    Marktplatz Eberswalde / Park am Weidendamm

    Nächste Sitzung AG Rad Eberswalde

    Lust darauf, die mobile Zukunft in Eberswalde mitzugestalten?
    Die nächste Sitzung der AG Rad findet am Dienstag, 20. März 2018 von 18:30 bis 21:30 Uhr statt. Diesmal ist die AG Rad bei Büro B90/Grüne, zu Gast – die Sitzung findet in der Friedrich-Ebert-Str. 2 statt.
    Mitgestalter*innen sind herzlich willkommen!

    Sei Teil der neuen Frauenradgruppe in Eberswalde! Be part of the new women’s cycle group in Eberswalde!

    Biking women, picture by Cuncon at Pixabay

    Please note English Version below

    Magda möchte eine neue Frauenradgruppe in unserer Stadt begründen, wo Frauen mit vielfältigen Hintergründen und aus vielen Ländern sich treffen und kennenlernen können, indem sie gemeinsam Radfahren, ihre Fahrräder reparieren lernen und ihre Gegend mit dem Fahrrad erkunden. Wenn Du mitmachen möchtest, melde Dich bitte bei ihr. Frauen aller Altersgruppen, Nationalitäten und mit allen Fertigkeiten sind willkommen, auch Geflüchtete und Migrantinnen!

    Um mehr zu erfahren, wende Dich bitte an Magda: Du findest den Kontakt im Flyer (PDF) unten.

    Go Radeln Eberswalde_leaflet German

    English Version:

    Magda is setting up a new women’s cycle group in our town, where women from diverse backgrounds and countries can meet and get to know each other by riding bikes together, learning to repair them and exploring their local area by bike. If you’d like to get involved, please get in touch. Women of all abilities, ages and nationalities are welcome, including refugees and migrants!

    To find out more, please contact Magda: You’ll find the contact in the leaflet (PDF) below.

    Cycle Eberswalde_leaflet

    Schutzstreifen überfahren verboten?

    Immer wieder werden wir mit der Behauptung konfrontiert, es sei nicht erlaubt, Fahrrad- Schutzstreifen zu überfahren. Dieser Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander- dazu schauen wir in den Gesetzestext:

    Zunächst muss man dazu wissen, dass Schutzstreifen zu den so genannten Richtzeichen gehören, geregelt in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) unter § 42 Richtzeichen:

    (1) Richtzeichen geben besondere Hinweise zur Erleichterung des Verkehrs. Sie können auch Ge- oder Verbote enthalten.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat die durch Richtzeichen nach Anlage 3 angeordneten Ge- oder Verbote zu befolgen.
    (3) Richtzeichen stehen vorbehaltlich des Satzes 2 dort, wo oder von wo an die Anordnung zu befolgen ist. Soweit die Zeichen aus Gründen der Leichtigkeit oder der Sicherheit des Verkehrs in einer bestimmten Entfernung zum Beginn der Befolgungspflicht stehen, ist die Entfernung zu dem maßgeblichen Ort auf einem Zusatzzeichen angegeben.

    Quelle: Portal des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

    Richtzeichen werden in der Anlage 3 zu § 42 Absatz 2 der StVO zusammen mit den zu befolgenden Ge- oder Verboten aufgeführt. Zu den Richtzeichen gehört unter anderem auch die Leitlinie (siehe Bild).

    Leitlinie: Zeichen 340 von Andreas 06 [CC0, Public domain], via Wikimedia Commons, aus der StVO von 1970
    Im Abschnitt 8 „Markierungen“ wird zu den Leitlinien (Zeichen 340) folgendes aufgeführt:

    Ge- oder Verbot

    1. Wer ein Fahrzeug führt, darf Leitlinien nicht überfahren, wenn dadurch der Verkehr gefährdet wird.
    2. Wer ein Fahrzeug führt, darf auf der Fahrbahn durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden.
    3. Wer ein Fahrzeug führt, darf auf durch Leitlinien markierten Schutzstreifen für den Radverkehr nicht parken.

    Erläuterung:
    Der Schutzstreifen für den Radverkehr ist in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild „Radverkehr“ auf der Fahrbahn gekennzeichnet.

    Weil immer wieder darüber diskutiert wird, ist hier für Kraftfahrzeugführer*innen der zweite Satz von Bedeutung. Hieraus geht ganz klar hervor, dass das Überfahren nicht verboten ist, sondern „bei Bedarf überfahren“ werden kann. Welcher Bedarf eine Rolle spielt, ist allerdings nicht näher ausgeführt.

    In der Praxis wird diese Sichtweise spätestens dann geklärt, wenn darüber an amtlicher Stelle gestritten wird. Daher ist es sinnvoll, sich Gerichtsurteile anzuschauen, die sich mit der Auslegung der Gesetzestexte befassen – dazu ein Gerichtsurteil des Amtsgerichts Berlin-Mitte vom 14.11.2011 (AZ 108 C 3467/10):

    Hier war der Fall einer Verkehrsunfallhaftung zu verhandeln: Die Kollision zwischen einem vorfahrtsberechtigten, den Schutzstreifen für Radfahrer befahrenden PKW mit einem aus einer Querstraße kommenden PKW.

    Das Gerichtsurteil lässt sich wie folgt zusammenfassen:  Nutzt ein Fahrzeugführer den auf der Fahrbahn befindlichen Schutzstreifen für Radfahrer, um an den verkehrsbedingt haltenden Verkehrsteilnehmern zum Erreichen einer Rechtsabbiegerspur vorbeizufahren, so handelt er nicht verkehrswidrig, wenn keine Radfahrer dabei gefährdet werden. Denn der Schutzstreifen für Radfahrer ist ein normaler Bestandteil der Fahrbahn und nimmt für sich die gleiche Geltung in Anspruch wie der Rest der Fahrbahn. – Kollidiert der den Schutzstreifen für Radfahrer nutzende vorfahrtsberechtigte Fahrzeugführer mit einem aus einer Querstraße kommenden Kraftfahrzeug, so haftet der querende Fahrzeugführer wegen Missachtung der Vorfahrt zu 100 %.

    Quelle: https://www.verkehrslexikon.de/Texte/Rspr7411.php

    Zusammenfassung:

    • § 42 StVO regelt zusammen mit der Anlage 3 zu § 42 Absatz 2, Abschnitt 8 das Überfahren von Schutzstreifen.
    • Der Schutzstreifen gilt rechtlich gesehen als normaler Bestandteil der Fahrbahn
    • Schutzstreifen können bei Bedarf überfahren werden, solange dadurch der Radverkehr nicht gefährdet wird.

     

    Aktion Gemüsetransport: Mit dem Lastenfahrrad durch Eberswalde

    Gemüsetransport 12. Januar 2018 (c) Christoff GäblerFoto: Christoff Gäbler

    Ein grauer Januarfreitag war es, an dem wir uns verabredet hatten, das Gemüse für den bevorstehenden „Machbarschaftstag“ zum Vorschnippeln in die Hebewerk-Räume im Brandenburgischen Viertel zu bringen. Wir hätten es bequemer haben können: Auto organisieren, Kofferraum vollpacken und zack, in zehn Minuten hätten wir da sein können. Hätte hätte Fahrradkette… wir hatten es uns anders überlegt. Schließlich lautete eines der Hauptthemen des „Machbarschaftstags“: klimafreundliche Mobilität. Was spräche also dagegen, für den Gemüsetransport das Fahrrad zu nehmen?
    Weiterlesen „Aktion Gemüsetransport: Mit dem Lastenfahrrad durch Eberswalde“

    Nächste Sitzung AG Rad Eberswalde

    Lust darauf, die mobile Zukunft in Eberswalde mitzugestalten?
    Die nächste Sitzung der AG Rad findet am Dienstag, 6. Februar 2018 von 18:00 bis 21:00 Uhr statt. Diesmal ist die AG Rad bei der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde zu Gast: die Sitzung findet am Stadtcampus, im Sitzungszimmer Haus 6 (gelbes Haus), Raum 202 statt.
    Mitgestalter*innen sind herzlich willkommen!